Musik & Bewegung - Rhythmik in der Hochschuldidaktik

 

Der Beamer surrt, ein erster theoretischer Input ist reflektiert, kurzerhand werden die Tische im Theorieraum zur Seite geschoben. Wir stehen im Kreis und beginnen, uns gegenseitig in der immer gleichen Reihenfolge einen Jonglierball zuzuwerfen. Wir definieren die Wurfbewegung, damit ein regelmässiger Rhythmus entsteht. Es kommen immer mehr Bälle dazu. Blickkontakt wird wichtig. Fällt ein Ball zu Boden, bleibt er liegen, die Bewegung aber geht weiter. Gleich viele Bälle wie Teilnehmende erfordern einen gemeinsamen Puls, einen definierenden Impuls für den ersten Wurf und eine stimmliche Begleitung für das gemeinsame Tun. Die Aufgabensequenz wird anschliessend besprochen. Zwei Struktur gebende erste Fragen sind als Einstieg auf dem Flipchart notiert: Wie war es? Was haben wir gemacht?
Die Studierenden erwerben in den unterschiedlichen Modulen der Fachdidaktik ein Bewusstsein für Unterrichtsinhalte und -prozesse, um Lektionen ziel- und themenorientiert planen und integrativ gestaltend begleiten zu können. Je nach angestrebtem Arbeitsfeld und der damit verbundenen Zielgruppe verändert sich der inhaltliche Fokus. Zentrale Herausforderung ist das Erkennen der Ressourcen einer Zielgruppe und ihrer einzelnen Teilnehmenden. Um die Komplexität des Material- und des Handlungsangebotes differenziert gestalten zu können, braucht es das Wissen über die Inhaltsstruktur der Aufgabenstellungen.
Eidth PiaStocker
Rhythmikpädagogin / Nachdiplom Heilpädagogik / Lizenziat Psychologie, Psychopathologie des Erwachsenenalters / Studiengangsleiterin und Dozentin für Fachdidaktik Musik & Bewegungspädagogik an der ZHdK








"Wie war es? Was haben wir gemacht?"